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    Anti-Beispiel

    Konkretes Beispiel dafür, wie ein KI-Output NICHT aussehen soll. Wichtiges Steuerungsmittel für Tonalität und Stil, oft wirksamer als abstrakte Adjektive wie «professionell» oder «freundlich».

    Was ist ein Anti-Beispiel?

    Ein Anti-Beispiel zeigt einer KI explizit, wie ein Ergebnis NICHT aussehen soll. Es ist das Gegenstück zum klassischen Few-Shot-Beispiel, das zeigt, wie es aussehen SOLL.

    Warum Anti-Beispiele wirken

    Adjektive wie «professionell», «freundlich» oder «prägnant» sind für ein Sprachmodell mehrdeutig. Was bedeutet «professionell» für dich? Schwer zu fassen.

    Anti-Beispiele sind dagegen konkret. Sie sagen nicht «klinge nicht zu förmlich», sondern zeigen genau einen Satz, der zu förmlich klingt.

    Beispiel aus der Praxis

    Schlechte Anweisung:

    Schreibe in einem lockeren, aber professionellen Ton.

    Bessere Anweisung mit Anti-Beispiel:

    Schreibe in einem lockeren Ton.

    ✅ Gut: «Wir haben gestern dein Projekt durchgeschaut und ein paar Ideen für dich.»

    ❌ Vermeide: «Sehr geehrte Damen und Herren, im Anschluss an die Begutachtung Ihres Projektes übermitteln wir Ihnen anbei unsere Anregungen.»

    Wann Anti-Beispiele besonders helfen

    • Tonalität präzise steuern
    • Häufige Fehler ausschliessen, die das Modell sonst macht
    • Stilistische Eigenheiten der eigenen Marke vermitteln
    • Format-Vorgaben absichern (z. B. keine Aufzählungspunkte)